Warum kaufen die Leute Süßigkeiten?Süßigkeitenbox)
Zucker, ein einfaches Kohlenhydrat, das dem Körper schnell Energie liefert, ist in vielen Lebensmitteln und Getränken enthalten, die wir täglich konsumieren – von Obst, Gemüse und Milchprodukten bis hin zu Süßigkeiten, Gebäck und anderen Desserts.
Lindsay Malone (Süßigkeitenbox)
Feiertage wie der kürzlich eingeführte Nationale Kuchentag (23. Januar) und der Nationale Schokoladenkuchentag (27. Januar) laden uns dazu ein, unserer Naschlust nachzugehen – aber was veranlasst uns, Lust auf zuckerhaltige Lebensmittel zu haben?
Um die körperlichen und geistigen Auswirkungen von Zucker besser zu verstehen, sprach The Daily mit Lindsay Malone, Dozentin am Fachbereich Ernährung der Case Western Reserve University.
Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.Süßigkeitenbox)
1. Wie reagieren die Geschmacksknospen im Körper konkret auf Zucker? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass Menschen Heißhunger auf zuckerhaltige Lebensmittel verspüren?
In Mund und Darm befinden sich Geschmacksrezeptoren, die auf Süßes reagieren. Diese Rezeptoren leiten Informationen über sensorische afferente Fasern (Nervenfasern) an spezifische Hirnareale weiter, die für die Geschmackswahrnehmung zuständig sind. Es gibt vier Arten von Geschmacksrezeptorzellen zur Erkennung von süß, umami, bitter und sauer.
Nahrungsmittel, die das Belohnungssystem im Gehirn stimulieren, wie Zucker und andere Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen, können Heißhunger auslösen. Besonders schmackhafte Lebensmittel (süß, salzig, cremig und leicht zu essen) können ebenfalls die Ausschüttung von Hormonen anregen, die Heißhunger fördern – wie Insulin, Dopamin, Ghrelin und Leptin.
2. Welche Rolle spielt das Gehirn bei dem Vergnügen, das mit dem Verzehr von Süßigkeiten verbunden ist, und wie trägt dies zum Verlangen nach mehr zuckerhaltigen Leckereien bei?(Süßigkeitenbox)
Ihr zentrales Nervensystem ist eng mit Ihrem Verdauungstrakt verbunden. Einige Geschmacksrezeptorzellen befinden sich auch im Darm. Wenn Sie also Süßes essen und Ihr Blutzuckerspiegel ansteigt, signalisiert Ihr Gehirn: „Das ist gut, das mag ich. Mach weiter so.“
Wir sind genetisch darauf programmiert, schnell Energie zu beschaffen, falls eine Hungersnot ausbricht oder wir vor einem brennenden Gebäude oder einem Tiger fliehen müssen. Unsere Gene haben sich nicht so schnell entwickelt wie unsere Umwelt. Wir verbinden außerdem Lebensmittel mit Heißhungerattacken. Denken Sie an einen Donut zum Morgenkaffee. Wenn das zu Ihrer Gewohnheit gehört, ist es kein Wunder, dass Sie jedes Mal Lust auf einen Donut haben, wenn Sie Kaffee trinken. Ihr Gehirn sieht den Kaffee und fragt sich, wo der Donut ist.
3. Welche potenziellen Vorteile und Gefahren birgt der Zuckerkonsum?(Süßigkeitenbox)
Zucker kann für Sportler und Fitnessbegeisterte nützlich sein. Vor einem Wettkampf, einem anstrengenden Training oder einem wichtigen Ereignis sind leicht verdauliche Zuckerquellen besonders hilfreich. Sie liefern den Muskeln schnell Energie, ohne die Verdauung zu verlangsamen. Honig, reiner Ahornsirup, Trockenfrüchte und ballaststoffarme Früchte (wie Bananen und Weintrauben) eignen sich hierfür.
Probleme im Zusammenhang mit Zuckerkonsum werden durch Bewegungsmangel verschärft. Zu viel Zucker, zugesetzter Zucker und andere einfache Kohlenhydrate wie Weißmehl und 100%iger Fruchtsaft werden mit Karies, dem metabolischen Syndrom, Entzündungen, Hyperglykämie (hoher Blutzucker), Diabetes, Insulinresistenz, Übergewicht, Adipositas, Herzerkrankungen und sogar Alzheimer in Verbindung gebracht. Manchmal besteht ein kausaler Zusammenhang; in anderen Fällen ist Zucker nur ein Faktor unter vielen, der zu einer Krankheit führt.
4. Wie können wir durch achtsamen Konsum ein gesünderes Verhältnis zu Süßigkeiten entwickeln?(Süßigkeitenbox)
Zu den Tipps gehören langsames Essen, gründliches Kauen und das Genießen des Essens. Es ist außerdem wichtig, sich so gut wie möglich mit dem eigenen Essen auseinanderzusetzen – sei es durch Gartenarbeit, Essensplanung, Einkaufen oder Kochen und Backen. Wer sein Essen selbst zubereitet, hat die Kontrolle über den Zuckerkonsum.
5. Was können wir im Hinblick auf Mäßigung tun, um Heißhunger auf Süßes besser zu kontrollieren?(Süßigkeitenbox)
Ich empfehle vier Strategien zur Reduzierung der Zuckerabhängigkeit:
Essen Sie vollwertige, minimal verarbeitete Lebensmittel. Volumen, Ballaststoffe und Proteine können helfen, Insulinspitzen und Heißhungerattacken zu reduzieren.
Vermeiden Sie zugesetzten Zucker. Verzichten Sie auf Zucker, Sirup und künstliche Süßstoffe in Lebensmitteln. Lesen Sie die Etiketten und wählen Sie Produkte ohne Zuckerzusatz. Dazu gehören häufig Getränke, Kaffeesahne, Spaghetti-Soße und Würzmittel.
Trinken Sie vorwiegend ungesüßte Getränke wie Wasser, Mineralwasser, Kräutertee und Kaffee.
Bleiben Sie aktiv und achten Sie auf eine gesunde Körperzusammensetzung, beispielsweise auf einen ausgewogenen Körperfettanteil und eine gesunde Muskelmasse. Muskeln verbrauchen Blutzucker und helfen, Insulinresistenz entgegenzuwirken. Das Ergebnis ist eine bessere Blutzuckerkontrolle mit weniger Blutzuckerspitzen und -abfällen.
Veröffentlichungsdatum: 06.12.2024






